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Bühl XXL

Irgendwie ist der Herbst meine liebste Jahreszeit. Nebel zieht über die Wiesen, der Wald färbt sich in wundervollen Farben, Schwüle und Hitze sind nur noch Erinnerung und man kann auch mal ohne schlechtes Gewissen ausschlafen. Heute ist das aber nicht der Fall. Denn, in Bühl ist „Foodtruck Festival“ und das will ich mir das als echtes Schlemmermaul nicht entgehen lassen. Der grobe Plan ist, erst einmal ein leckeres Mittagessen auf dem Festival, dann bei einer lockeren Genusswanderung die aufgenommenen Kalorien wieder abschwitzen. Zugegeben, die Steigungen sollten allerdings heute im moderaten Bereich liegen, der Abend war auch nicht ganz ohne. Bei kühlem aber sonnigem Herbstwetter scheint ganz Bühl auf den Beinen zu sein. Trotz Foodtruck Festival findet wie jeden Samstag auch noch der traditionelle Markt statt. Ich lass mich von der guten Stimmung mitreißen. Zwei Mädchen, in nicht ganz so traditionellen Schwarzwaldkostümen werben für die XXL Nacht eines Modehauses, aber ich kann der Shopping Versuchung widerstehen und geh zügig weiter zu den Foodtrucks. Unglaublich was es alles gibt, neben den mittlerweile schon üblichen Burgern gibt es einen Knödel Truck, Schaschlik Spieße, vegetarische Spezialitäten, bei dem „Krollinger“ aus Baden Baden sind fruchtige Linsen mit lauwarmem Ziegenkäse der Hingucker und vieles mehr. Aber ich entscheide mich für die „Geschmacksvagabunden“ von Mundpropaganda und ihrem „Chickeria“ Teriyaki-Chicken Burger und Süßkartoffel Pommes. Herrlich, ich kann gar nicht genug bekommen, für einen original spanischen „Churro“ mit warmer Schokolade und einem „Wunsch-Punsch“ ist schon noch Platz. Dann meldet sich allerdings mein schlechtes Gewissen und wir entschließen uns, zwecks adäquater Kalorienverbrennung, den kleinen aber feinen Liehenbachrundweg in Bühlertal anzugehen. 4 km und 300 Höhenmeter inklusiver einer tollen Aussicht hören sich jetzt genau richtig an. Ausgangspunkt ist direkt an der Kirche im Untertal. Es fühlt sich an wie in einer anderen Welt. Von dem hektischen Markttreiben und den unzähligen Menschen ist nichts mehr zu spüren, es ist als wäre die Zeit stehen geblieben. Könnte man zumindest meinen, wenn man die Währungsangabe auf dem Kaugummiautomaten beachtet. Ruhig und gemächlich sind dann auch die ersten Kilometer auf gut ausgebauten Wegen durch die Reben. Das Wetter spielt auch mit und voller Elan entschließen wir uns den Weg mit einem Besuch der Schartenberghütte zu erweitern. Wir folgen dem entsprechendem Wegweiser, biegen links in den Wald ab und werden überrascht. Schlagartig ändert sich der Weg. Von Gemütlichkeit keine Spur mehr. Es geht auf einem ursprünglichen Waldweg steil Bergauf. Ich kann förmlich fühlen wie sich meine zuvor aufgenommenen Kalorien doppelt und dreifach verbrennen. Allerdings lassen die links und rechts zahlreich am Waldrand stehenden Pilze und die unzähligen Esskastanien schon wieder meine Kochfantasien in mir aufsteigen. Wie Kinder freuen wir uns als wir märchenhaft wirkende Fliegenpilze direkt am Waldrand zu sehen bekommen. Mit einem traumhaften Rundblick werden wir auf der Schartenberghütte belohnt, der von der Horninsgrinde, über die Vogesen bis hin zum Pfälzerwald reicht. Wir können uns kaum satt sehen, allerdings sind wir genau das nicht mehr. Vor allem die vergessenen Trinkflaschen lassen uns rasch wieder aufbrechen. Auf dem Rebenrundweg, biegen wir an dem Winzerpavillon rechts ab und beenden unseren Rundweg wieder an der Liehenbachkapelle im Unterdorf. Bevor wir uns auf den Heimweg machen, müssen wir unbedingt erst noch unseren Durst stillen. Ein Geheimtipp lässt uns zurück nach Bühl fahren. Hier sollen wir unbedingt die neu gestaltete „Heimat“ Bar des Badischen Hofs besuchen. Wir werden nicht enttäuscht. In dem liebevollen und modern gestalteten Ambiente treffen wir zufällig zwei alte Bekannte und Bernd Kölmel. Der Leiter der Städtischen Schule für Gestaltung und Musik, gibt gerade ein Konzert im Hof des Hotels um die Werbetrommel für das Jubiläum des Bühler „Jazztival“ im November zu rühren. Auch uns versucht er natürlich zu überzeugen. Das müssen die Bergmaiers dagegen nicht allzu lange um mich zur Shopping Tour bei der XXL Nacht des Modehauses Pfeiffer zu überreden. Ich lass mich auch prompt von der guten Stimmung anstecken und kauf mir einen leckeren Zwetschgen Likör mit dem ich den Tag entspannt auf dem Sofa ausklingen lassen will. Allerdings muss ich Zuhause erstmal noch meine selbst gesammelten Maroni in die Pfanne werfen und zwar ganz ohne schlechtes Kalorien Gewissen, nach der Tour heute.

Links:
Foodtruck Mundpropaganda
Marleys Foodtruck
Modehaus Pfeiffer
Jazztival Bühl
Badischer Hof

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