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Prinzip Lebensfreude

Prinzip Lebensfreude

Es gibt Tage, an denen läuft`s einfach nicht rund. Neulich stand ich nach einem Geschäftstermin mal wieder auf der Autobahn A5, die Betonung liegt auf „stand“, nicht fuhr. Eine Baustelle bei Karlsruhe, gepaart mit dem Ferienbeginn in Baden Württemberg, führte zum Megastau. Ich beschloss einem drohenden Nervenzusammenbruch zuvorzukommen und meine Lebenszeit sinnvoller zu nutzen. Spontan fiel mir Eva Weis ein, eine Bekanntschaft die ich neulich in einem veganen Restaurant in Bühl gemacht habe.Eva ist ein Mulitalent. Einerseits Gesangslehrerin und Jazzsängerin, anderseits Yogalehrerin. Ein kurzer Anruf bei ihr und einer spontanen Yogastunde stand nichts mehr im Weg. Die Autobahnausfahrt Baden-Baden lag direkt vor mir, also schnell raus und über die Badische Weinstraße Richtung Bühl. Auch wenn ich nicht die Einzige mit dieser bahnbrechenden Idee war, lief es durch die traumhafte Rebenlandschaft, vorbei an der Yburg doch sehr viel geschmeidiger. Ich war gespannt, Eva wollte mich direkt am Kloster Maria Hilf, fast im Zentrum von Bühl treffen. Ihre Idee war es, den wundervollen und ruhigen Garten des Klosters für eine gemeinsame Yogasession nutzen, ich war sehr gespannt. Am Eingang dann die nächste Überraschung, Sr Ancilla Maria an der Rezeption war unglaublich warmherzig und freundlich, freute sich sichtlich über unseren Besuch und fand unser Idee „Yoga im Klostergarten“ wunderbar.Wir gingen um das imposante Gebäude herum und ich war von dem tollen Park wirklich beeindruckt. Die riesigen Grünflächen und ein großartiger Baumbestand versetzten mich spontan in einen englischen Park. Ganz einfach war es dann aber doch nicht, den richtigen Platz zu finden. Eva hatte da ihre ganz eigene Vorstellung, denn sie wollte mir zeigen, wie man die  Kraft der Bäume richtig ausnutzt.Mmmmh, über sowas hab ich mir noch nicht allzu viel Gedanken gemacht, vielleicht weil ich die Natur bei meinen vielen Outdoor Aktivitäten immer als gegeben hinnehme, Yoga weniger spirituell betrachte, sondern mehr als sportliches Workout. Aber Eva ist eine echte diplomierte Yogasiromani die Yoga und Medidation von tibetanischen Meistern gelernt hat. Baumumarmen stand ehrlich gesagt noch nie auf meinem Aufwärmprogramm, aber zugegeben ist es schon ein sehr  gutes Gefühl. Man fühlt sich ganz anders mit der Natur verbunden und atmet in der mediativen Stille eines Klostergartens noch viel intensiver, als in einem geschlossenen Raum.Ich halte mich eigentlich für ganz sportlich, aber bereits nach einer halben Stunde mit Eva war ich einerseits fast am Ende meiner Kräfte, anderseits war ich völlig tiefenentspannt.Die spontane Yogastunde im Klostergarten hat mir eine echte Auszeit zum Durchatmen gegeben. Es war eine super Idee, daß ich mir die Zeit genommen habe, auch wenn mich das Baumumarmen ein wenig irritiert hat. Aber ich muss ehrlich zugeben, daß es mir ein gutes Gefühl und Entspannung gegeben hat, mit der ich dann völlig relaxt wieder auf die Autobahn gefahren bin, um dem nächsten Stau entspannt entgegenzusteuern. Ich kann allen staugeplagten Autofahrern nur den Tipp geben: fahrt ab und zu mal raus und macht etwas Ungewöhnliches. Genießt den Weitblick von einer tollen Burg, geht was Leckeres essen oder setzt euch einfach in den nächsten Park. Ich werde das in Zukunft viel öfters machen, ganz nach dem Motto: Prinzip Lebensfreude.

 

Links:
Kloster Maria Hilf Bühl