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Bühlertal Mountainbike

Nicht zu lang, nicht zu anstrengend und bitte mit etwas Abwechslung. Das waren die Vorgaben meiner Freunde zum Thema Bike Tour – allerdings, ein bisschen Abenteuer soll es dann doch bitteschön sein. Bei satten 30° Celsius entscheide ich mich für die „Immenstein“ Tour. Laut vorgaben 27 km, abwechslungsreich und nicht allzu anstrengend. Gesagt getan, Wecker gestellt und am Samstagmorgen nach Bühl durchgestartet.Start ist zentral am Kirchplatz, auf dem samstags immer ein großer Wochenmarkt stattfindet. Gemütlich und geteert schlängelt sich der Fahrradweg aus der Stadt hinauf durch Rebberge in Richtung der Burgruine Windeck. Gerade als bike-technisch Langweile aufkommen will, wandelt sich die Strecke zu einem knallharten Singletrail, der uns den Schweiß aus den Poren schießen lässt. Belohnt werden wir dafür mit einem grandiosen Blick von der Burgruine, bei dem man sogar das Straßburger Münster am Horizont erkennen kann.

Trotz Hochzeitsgesellschaft lässt uns der Wirt des angrenzenden Restaurants die Wasserflaschen füllen und es geht über zum Teil recht steile Forststraßen in Richtung Immenstein. Hier zweigt sich der Weg und wir wählen die auf einem Schild als Variante 2 angezeigte Runde in Richtung Wiedenfelsen. Der Weg steigt stetig bergan und ein kurzer Blick auf meine beiden Mitstreiter zeigt mir, ich bin nicht die einzige die hier schwitzt.Der Aussichtspunkt Bärenfelsen ist dann nicht nur der höchste Punkt unserer Tour, sondern bietet auch einen grandiosen Blick über das Bühlertal bis weit in die Rheinebene. Ab jetzt geht´s endlich bergab, aber selbst der Fahrtwind bietet keine wirkliche Abkühlung. Die bringt erst eine spontane Abkühlung an einem kleinen Wasserfall, selbst meine sonst eher wasserscheuen Bike-Freunde lassen sich zu einem kurzen Bad hinreißen.Kurz danach ist dann auch der Wiedenfelsen mit dazugehörigem Kiosk erreicht. Dem ein oder anderen muss ich dann noch zeigen wer der Chef auf unserer Tour ist. Etwas skurril ist die Dekoration, aber der Betreiber ist sehr nett und gibt uns einen Tipp für den Heimweg.Und der hat´s in sich. Von breiten Forststraßen keine Spur mehr, über Wurzeln und Steine schlängelt sich der als Weg in Richtung Bühlertal. Entgegenkommende Wanderer machen freundlich Platz und schauen uns mitleidig an. Aber der Schwarzwald hat an diesem Tag noch mehr Abwechslung zu bieten und die kommt diesmal direkt von oben. Innerhalb von Sekunden bricht ohne Vorwarnung ein Gewitter über uns herein, das wir aber mit Freuden hinnehmen, denn es fühlt sich an wie eine warme Dusche. Kaum sind wir in Bühlertal aus dem Wald auf der Straße zurück, hat das Inferno ein Ende. Die Straßen sind trocken, als wär nichts gewesen. Auf den letzten Kilometern nach Bühl trocknen unsere Sachen und ich beschließe, die Tour muss ganz klar mit einem Eis auf dem Bühler Johannesplatz abgeschlossen werden, bevor es wieder auf den Heimweg geht.